Prostata – so kannst du sie mit Kürbiskernen und Co. unterstützen

Prostata – so kannst du sie mit Kürbiskernen und Co. unterstützen

Ein kleines Organ und dennoch von großer Bedeutung für Männer – die Prostata. Doch kennst du eigentlich die genaue Prostata-Funktion? Nein? Damit bist du nicht allein. Eine Studie kommt zu dem Schluss, dass nur jeder vierte Mann über 50 Jahren mehr über die Prostata weiß. Daher verraten wir dir, wie die Vorsteherdrüse funktioniert und was du für ihre Gesundheit tun kannst.

Inhaltsverzeichnis

  1. Die Funktion der Prostata im Überblick
  2. Mögliche Beschwerden der Prostata
  3. 5 Tipps für eine gesunde Prostata
  4. Quellen

Funktion der Prostata im Überblick

Die Prostata (Vorsteherdrüse) ist ein kastaniengroßes Organ und circa 20 bis 25 Gramm schwer. Sie zählt zu den inneren Geschlechtsorganen des männlichen Körpers. Die Prostata verbindet die Harnblase und die Harnröhre miteinander, wobei sie einen Teil der Harnröhre umfasst. In diesem Teil enden die beiden Samenleiter. Doch die Verbindung verschiedener Strukturen ist nicht die Funktion, sondern:

  • Die Prostatadrüsen produzieren ein Sekret, das 30 Prozent des Spermas ausmacht. Das sogenannte Prostatasekret ist dünnflüssig, hat einen sauren pH-Wert und dient dazu, die Samenzellen zu transportieren.
  • In der Prostata kommen Spermien, Sekret der Prostata und Samenblasenflüssigkeit zusammen. Sie ergeben das Ejakulat. Bei einem Samenerguss zieht sich die Muskulatur der Prostata zusammen, befördert das Sperma mit Schwung in die Harnröhre und letztendlich nach draußen.
  • Das Hormon Testosteron wird in der Vorsteherdrüse in seine biologisch aktive Form, Dihydrotestosteron (DHT), umgewandelt.
  • Beim Wasserlassen verschließt die Prostata die kleinen Gänge, sodass kein Urin in die Samenwege gelangt. Umgekehrtes passiert bei einem Samenerguss. Die Muskeln der Prostata verschließen dann die Harnröhre hin zur Blase.


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Prostata-Entzündung und weitere Beschwerden

In jungen Jahren ist die normale Funktion der Prostata für viele Männer selbstverständlich. Mit dem Alter kommen bei einigen dann aber Beschwerden, denn das Organ ist häufig vergrößert. Das verursacht Probleme beim Wasserlassen. Aber das ist nicht die einzige Problematik, die durch die Prostata entstehen kann.

Das Organ kann sich auch entzünden. Eine Prostata-Entzündung wird auch Prostatitis genannt und kann von Bakterien ausgelöst werden. Eine Prostatitis ist entweder akut oder chronisch. In beiden Fällen kommt Antibiotika zur Behandlung in Frage. Bei einer chronischen Prostata-Entzündung, die nicht durch Bakterien entstand (Chronisches pelvines Schmerzsyndrom; Beckenschmerzsyndrom, CPPS), richtet sich die Behandlung nach den Symptomen. Mit dem CPPS treten fast in der Hälfte der Fälle auch depressive Verstimmungen auf. Entspannungsübungen sind daher gleich doppelt wichtig.

Eine weitere Erkrankung der Vorsteherdrüse ist Prostatakrebs, also bösartige Entartungen des Gewebes. Die Heilungschancen stehen meist gut, wenn der Krebs früh erkannt ist. Somit ist eine jährliche Früherkennungsuntersuchung ab 45 Jahren auch sehr sinnvoll.

Was sind typische Symptome bei Prostata-Beschwerden?

Bei den meisten Erkrankungen der Prostata treten auch Symptome auf. Das können folgende Anzeichen sein:

  • häufiger Harndrang (besonders in der Nacht, typisches Symptom einer Prostatavergrößerung)
  • Blut im Urin oder Sperma (erkennbar auch durch eine bräunliche Verfärbung)
  • Harnverhalten (Harnblase kann nicht vollständig entleert werden; Schwierigkeiten beim Beginnen des Wasserlassens)
  • Unterbrechungen im Harnfluss
  • Schwacher Harnstrahl
  • Impotenz
  • Schmerzen der Prostata
  • Schmerzen beim Stuhlgang
  • Schmerzen oder Brennen beim Wasserlassen
  • Schmerzen im Unterbauch

So hältst du deine Prostata gesund – 5 Tipps

Bei einer gutartigen Vergrößerung der Prostata, bei CPPS oder um deine Prostata vor Erkrankungen zu schützen, kannst du selbst aktiv werden. Wir geben dir 5 Tipps, mit denen du deiner Prostata etwas Gutes tun kannst.

1. Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen

Gynäkologische Vorsorge gehört für Frauen ab der Pubertät einfach dazu. Bei Männern ist das anders. Für sie gibt es keinen Grund für eine Vorsorgeuntersuchung in jungen Jahren. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass später empfohlene Vorsorge versäumt wird. Mit spätestens 45 Jahren sollten auch Männer jährlich zur Vorsorgeuntersuchung beim Urologen gehen. Auch zuvor ist es empfehlenswert, auf deinen Körper zu achten. Fallen dir Anzeichen für eine Prostataerkrankung auf, dann solltest du nicht lange warten und einen Termin vereinbaren. Scheu vor einer Vorsorge sollte unbedingt abgelegt werden, denn die Untersuchung tut nicht weh. Je früher eine Erkrankung festgestellt wird, desto besser sind die Heilungschancen.

2. Gesunde Ernährung

Eine gesunde Ernährung fördert die allgemeine Gesundheit, stärkt dein Immunsystem und reduziert Entzündungen. Daher raten wir dir auch zur Vorbeugung von Prostataerkrankungen zu einer abwechslungsreichen Ernährung. Darin sollten alle Vitamine, Mineralstoffe, essenziellen Fett- und Aminosäuren enthalten sein. Für die Vorsteherdrüse ist insbesondere eine gute Versorgung mit Zink und Selen von Bedeutung, denn diese Mineralien unterstützen die körpereigenen Abwehrkräfte. Zudem reduzieren sie oxidativen Stress, welcher zur Entstehung von Krebs beitragen kann.

Kürbiskerne sind gut für die Prostata

3. Pflanzliche Mittel wie Kürbiskerne

Du kannst deine Ernährung gezielt mit pflanzlichen Mitteln ergänzen, um auch von weiteren sekundären Pflanzenstoffen zu profitieren. Zum Beispiel werden Kürbiskernen und Kürbiskern-Extrakt eine unterstützende Funktion der Prostata und Harnwege nachgesagt. Außerdem sind Kürbiskerne reich an Zink, welches den Testosteronspiegel beeinflussen kann.

Weitere pflanzliche Extrakte, die mit positiven Effekten auf die Prostata in Verbindung gebracht werden, sind: Sägepalme, Brennnessel, Knoblauch, Brokkoli, Granatapfel, afrikanischer Pflaumenbaum und südafrikanisches Sternengras. Am besten untersucht sind Sägepalmen-Extrakt sowie Brennnessel.

4. Häufige Ejakulationen

Tatsächlich hat das Sexualverhalten einen Einfluss auf die Entstehung von Prostatakrebs. In einer Studie fanden Forschende einen Zusammenhang zwischen häufigen Ejakulationen und einem verminderten Risiko für die Krebserkrankung. Dieser Zusammenhang besteht sowohl auf die gesamte Lebensspanne betrachtet als auch ab 40 Jahren. Wie die Ejakulation ausgelöst wird, also durch Masturbation oder Geschlechtsverkehr, spielt hierfür übrigens keine Rolle.

5. Gesunder Lebensstil

Warum manche Erkrankungen entstehen, ist nicht immer bekannt, so ist es auch bei Prostatakrebs. Es wird jedoch ein Einfluss von Nikotin und Alkohol vermutet. Sprich, wenn du ohne diese Genussmittel auskommst, tust du deiner Prostata sehr wahrscheinlich einen Gefallen. Zudem ist bekannt, dass sportliche Inaktivität das Risiko für Prostatakrebs erhöhen kann. Mit einem gesunden Lebensstil bist du also auf einem guten Weg, um auch im hohen Alter eine gesunde Prostata zu besitzen.

Quellen:

  • https://uroweb.org/news/survey-reveals-low-levels-of-awareness-in-men-about-prostate-health-and-function
  • https://uroweb.org/guidelines/prostate-cancer
  • https://www.amboss.com/de/wissen/Prostata,_Bl%C3%A4schendr%C3%BCse_und_Cowper-Dr%C3%BCse/
  • https://bjui-journals.onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1046/j.1464-410X.2003.04319.x
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