Haarausfall: Ursachen, die du kennen solltest

Haarausfall: Ursachen, die du kennen solltest

Blond, rot, braun oder schwarz, glatt, gelockt oder wellig – unsere Haare sind Symbol für Schönheit und Gesundheit. Doch was, wenn die Haare gehäuft ausfallen? Hier erfährst du mehr über Haarausfall: Ursachen, Tipps und Wissenswertes.

Inhaltsverzeichnis

  1. Haarausfall: Ein Symptom, viele Ursachen
  2. Das kannst du gegen Haarausfall tun
  3. FAQ zu Haarausfall
  4. Quellen

Haare – viel mehr als nur ein Schönheitssymbol

Haare sind nicht nur ein natürlicher Schmuck, sondern erfüllen wichtige Aufgaben: Sie schützen die Kopfhaut vor Sonneneinstrahlung, Körperhaare unterstützen bei der Regulierung der Temperatur, die Wimpern schützen die Augen und Nasenhaare verhindern das Eindringen von Schmutz und Krankheitserregern in den Körper. Gesunde Haare sind daher wichtiger Bestandteil eines gesunden Körpers. Jedes einzelne Haar hat eine Haarwurzel, die tief in der Haut liegt und das Haar produziert bzw. wachsen lässt. Eigentlich handelt es sich hierbei um einen Hornfaden.

Es ist ganz natürlich, dass uns täglich Haare ausfallen, denn sie durchlaufen verschiedene Wachstumsphasen. Die Kopfhaare können mehrere Jahre wachsen, bis sie abgestoßen werden. Dann legt der Haarfollikel eine kurze Pause ein, bevor ein neues Haar wächst. Haarausfall geht über den natürlichen Verlust durch die verschiedenen Wachstumsphasen hinaus.

Haarausfall: Ein Symptom, viele Ursachen

Bemerkst du kahle Stellen am Kopf oder findest ganze Haarbüschel in deiner Bürste, dann könntest du an einem Haarausfall leiden. Doch was sind Gründe hierfür? Es werden drei verschiedene Typen von Haarausfall unterschieden, die verschiedene Ursachen haben:

  • Anlagebedingter Haarausfall (androgenetische Alopezie): Eine der häufigsten Formen, von der mehr Männer als Frauen betroffen sind. Hier reagieren die Haarwurzeln der Kopfhaut überempfindlich gegenüber männlichen Hormonen. Das führt nach und nach dazu, dass keine Haare mehr wachsen.
  • Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata): Hierfür ist ein kreisrunder Haarausfall typisch, der meist vor dem 30. Lebensjahr auftritt. Bei Alopecia ist das Immunsystem fehlgeleitet und greift die Haarwurzeln an. Von dieser Form des Haarausfalls gibt es unterschiedliche Ausprägungen. Einige Betroffene verlieren die Haare am ganzen Körper, andere leiden nur eine kurze Zeit unter kreisrundem Haarausfall an einer Stelle.
  • Diffuser Haarausfall (ausdünnen der Haare): Hierfür gibt es viele verschiedene Ursachen. Zu den häufigsten zählen Mangelernährung und eine hormonelle Verschiebung. Beispiele sind eine Funktionsstörung der Schilddrüse, das polyzystische Ovarialsyndrom, eine Schwangerschaft oder die Wechseljahre bei Frauen. Aber auch Stress wird als Ursache des Haarausfalls diskutiert. Zudem können hoher Druck durch einen festen Zopf, insgesamt eine falsche Pflege wie häufiges Haarefärben bzw. viel Hitze, Medikamente wie eine Chemotherapie oder entzündliche Erkrankungen der Kopfhaut wie ein Pilzbefall das Haarwachstum schädigen.

Haarausfall bei Frauen vs. Haarausfall bei Männern

Sicherlich gibt es noch weitere Ursachen für einen Haarausfall, was aber schon durch diese Beispiele auffällt: Männer und Frauen unterscheiden sich in den Gründen für einen Haarausfall, insbesondere wenn hormonelle Veränderungen der Auslöser sind. Mit zunehmendem Alter bekommen Männer deutlich häufiger Geheimratsecken oder gar eine Glatze. Bis zum 50. Lebensjahr verlieren etwa die Hälfte aller Männer das Haar. Später sind es sogar noch mehr.

Frauen erkranken hingegen häufiger an Schilddrüsenstörungen und damit verbundenem Haarausfall. Zudem können sie in bestimmten Situationen, wie nach einer Schwangerschaft oder durch das Absetzen der Antibabypille, kurzzeitig unter diffusem Haarausfall leiden. Auch die Autoimmunerkrankung Alopecia areata tritt vermehrt bei Mädchen und jungen Frauen auf. Für Frauen ist Haarausfall häufig mit einem deutlich stärkeren Leidensdruck verbunden.

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Das kannst du gegen Haarausfall tun

Wie du dem lichter werdenden Haar entgegenwirken kannst, ist von der Ursache abhängig. Bei erblichem Haarausfall ist es zudem eine Einstellungssache, ob du überhaupt gegensteuern möchtest oder ob du dich mit deiner neuen Frisur wohlfühlst. Für deine körperliche Gesundheit ist dieser Haarausfall unbedenklich. Einige Menschen, besonders wenn sie in jungen Jahren betroffen sind, leiden psychisch jedoch darunter. Für sie kann ein Schaum oder eine Lösung mit dem Wirkstoff Minoxidil nützlich sein. Es gibt noch weitere Medikamente oder eine Haartransplantation, die prinzipiell zur Behandlung infrage kommen, aber auch mit Nebenwirkungen verbunden sein können.

Bei der Erkrankung Alopecia areata können ebenfalls verschiedene Medikamente wie Kortison eingesetzt werden. Solltest du den Verdacht auf einen kreisrunden Haarausfall haben, dann such dir Rat bei einem Arzt oder einer Ärztin für die optimale Behandlung.

Bei diffusem Haarausfall ist es besonders wichtig, den genauen Auslöser zu finden. Denn so kannst du am besten gegen deine Symptome vorgehen. Eine der Ursachen ist ein Eisenmangel. In diesem Fall können Eisensupplemente und auf lange Sicht eine Umstellung der Ernährung helfen. Auch ein Mangel an Vitamin B12, der häufig im Zusammenhang mit einer veganen Ernährung steht, kann einen Haarausfall als Symptom haben. Zudem ist es belegt, dass Biotin zu einer normalen Erhaltung der Haare beiträgt. Das Spurenelement Selen ist ebenfalls für seine Beteiligung an der Haargesundheit bekannt. Auch hier kann ein Mangel zu Haarausfall führen. Außerdem werden die beiden Aminosäuren Lysin und Prolin mit gesunden Haaren in Verbindung gebracht.

Neben einer gesunden Ernährung und einer guten Versorgung mit Vitalstoffen kann es bei diffusem Haarausfall auch hilfreich sein, Stress zu reduzieren. Wie dir das gelingt, ist sehr individuell. Bestimmte pflanzliche Stoffe, sogenannte Adaptogene, können deine Empfindlichkeit gegen Stress verbessern. Aber auch Atemübungen, Yoga und deine innere Einstellung haben einen Einfluss auf dein Stresslevel und somit auch auf den Haarausfall. Zudem solltest du insgesamt auf eine schonende Haarpflege achten. Weniger Einsatz von Hitze, sprich bei Haarausfall solltest du auf den Einsatz von einem Glätteisen sowie Lockenstab verzichten und deine Haare mit kalter Luft föhnen. Auch das Haarefärben solltest du sein lassen.

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FAQ zu Haarausfall

Was ist eigentlich normal und was ist schon Haarausfall? Zu dem Thema gibt es viele Fragen. Wir haben dir einige dieser Fragen mit der jeweiligen Antwort aufgelistet.

Wie viele Haare verliert ein Mensch pro Tag?

Etwa 60 bis 100 Haare verliert ein gesunder Mensch pro Tag. Wer unter Haarausfall leidet, verliert deutlich mehr Haare.

Wie erkennst du den erblichen Haarausfall?

Bei Männern ist dies durch Geheimratsecken oder eine beginnende Glatze am Hinterkopf gekennzeichnet. Frauen verlieren vom Mittelscheitel her ihre Haare

Wie erkennst du einen diffusen Haarausfall?

Nach dem Kämmen hast du ein ganzes Haarbüschel in deiner Bürste. Deine Haare werden insgesamt dünner.

Wie schnell wachsen Haare?

Pro Monat wächst jedes Haar etwa einen Zentimeter.

Wie lang können Haare werden?

Bevor ein Haar ausfällt, wächst es etwa drei bis sechs Jahre. Somit werden sie in der Regel zwischen 36 und 72 Zentimetern lang. Wie lange Haare genau werden, ist jedoch sehr individuell und von vielen Faktoren abhängig.

Welche Vitamine sind gut für die Haare?

Eine abwechslungsreiche Ernährung ist insgesamt gut für deine Gesundheit, Haut und Haare. Vitamin B12 und Folsäure zählen zu den Vitaminen, die besonders wichtig für gesunde Haare sind. Außerdem solltest du auf die Mineralien Eisen, Zink, Kupfer und Biotin achten.

Wie lange dauert es, bis sich die Haare von einem Haarausfall erholt haben?

Die Haarwurzeln können sich bei kreisrundem und diffusem Haarausfall wieder erholen. Nachdem das Haar ausgefallen ist, benötigt die Haarwurzel etwas Zeit zur Erholung. Sprich, bis neue Haare wachsen, können einige Wochen vergehen.

Quellen

  • https://www.apotheken-umschau.de/krankheiten-symptome/symptome/haarausfall-was-maenner-und-frauen-wissen-sollten-735359.html
  • https://www.gesundheitsinformation.de/wie-sind-haare-aufgebaut-und-wie-wachsen-sie.html
  • https://www.msdmanuals.com/de/heim/hauterkrankungen/erkrankungen-der-haarfollikel/alopezie-haarausfall
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