Selbstfürsorge ist kein Egoismus

Darum ist Selbstfürsorge kein Egoismus

Wann hast du eigentlich das letzte Mal bewusst etwas nur für dich gemacht? Musst du nun länger darüber nachdenken? Dann wird es Zeit für mehr Selbstfürsorge in deinem Leben. Denn du bist wichtig, dein Körper einmalig und deine Gesundheit schützenswert. Doch wie gelingt es, Zeit für sich zu haben? Erfahre es hier.

Inhaltsverzeichnis

  1. Selbstfürsorge – was ist das eigentlich?
  2. 5 Tipps für Selbstfürsorge in deinem Alltag
  3. Fazit
  4. Quellen

 

Selbstfürsorge – was ist das eigentlich?

Fürsorgliche Menschen kennen wir alle. Sie kümmern sich um die Bedürfnisse anderer, sind hilfsbereit und erkennen sofort, wenn jemandem etwas fehlt. Selbstfürsorge bedeutet nun, dass du diese Merkmale auch auf dich selbst beziehst. Sprich, dass deine Ziele, Träume und Gesundheit nicht in den Hintergrund geraten. Nicht immer ist das leicht, denn es passiert schnell, dass die Bedürfnisse anderer wichtiger sind als unsere eigenen. Häufig ermöglichen Eltern alles, um die Wünsche ihrer Kinder zu erfüllen. Das ist auch in Ordnung, wenn sie dabei eine Balance zu ihren eigenen Bedürfnissen herstellen.

Somit bedeutet Selbstfürsorge auch Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen und hat nichts mit Egoismus zu tun. Es ist vielmehr Voraussetzung, um anderen Menschen eine gute Hilfestellung zu geben. Denn nur ein glücklicher Mensch kann auch anderen zum Glück verhelfen.

Zeit mit Freunden kann auch Selöbstfürsorge sein

Warum ist ‘Self Care’ eigentlich wichtig?

Von Körperpflege bis hin zu einem guten Wohlbefinden, das alles zählt zur Selbstfürsorge und bringt einige Vorteile mit:

  • Forschende der Universität Koblenz-Landau fanden heraus, dass ein Selbstfürsorge-Seminar den Umgang mit Stress verbessert. Die positiven Wirkungen waren sogar noch nach drei Jahren bemerkbar, denn die Teilnehmer*innen hatten ihr Verhalten geändert. Stress ist wiederum ein Faktor, der Burn-out, Magen-Darm-Erkrankungen und Diabetes beeinflussen kann.
  • Wer auf sich selbst achtet, betreibt aktiv Prävention. Bewegung, gesunde Ernährung und ausreichend Schlaf beugen vielen Krankheiten vor.
  • Auch bei bereits bestehenden Erkrankungen ist mehr Achtsamkeit für sich selbst wirklich nützlich. Bei Gelenkschmerzen kann beispielsweise eine Ich-Zeit mit einem Spaziergang oder ein wohltuendes Bad die Beschwerden bessern.
  • Selbst deine Mitmenschen profitieren davon, wenn du täglich an dich denkst, denn nur wer selbst ausreichend Energie, gute Laune und Wohlbefinden hat, kann sich auch um die Sorgen anderer kümmern


Im Klartext: Durch Selbstfürsorge wirst du nicht zum Egoisten, sondern tust etwas für deine körperliche und psychische Gesundheit. So bist du voller Energie und ein guter Ansprechpartner oder gute Ansprechpartnerin für andere Menschen.

5 Tipps für Selbstfürsorge in deinem Alltag

Wie klappt das nun mit der Selbstfürsorge? Wir haben für dich kleine Tipps, die dich dabei unterstützen, dein Glück im Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Tipp 1: Hör auf deinen Körper

Eigentlich ist uns Selbstfürsorge in die Wiege gelegt. Doch mit der Zeit ignorieren wir die inneren Signale, denn gesellschaftliche Normen zwingen uns teilweise, Bedürfnisse zu unterdrücken. Bei Kindern ist das noch nicht so. Wir können sie daher als gute Vorbilder nehmen. Kleine Kinder sagen, wenn sie Hunger haben, wenn sie etwas trinken möchten, und leben ihren Bewegungsdrang aus. Zumindest Babys schlafen auch, wenn sie müde sind. Die meisten Erwachsenen richten sich nicht mehr nach diesen Bedürfnissen, sondern nach Uhrzeiten, Terminen und Wünschen anderer. Auf Dauer ist das nicht gesund. Daher hör in deinen Körper hinein und stelle dir Fragen wie: Wie fühle ich mich? Habe ich Durst? Braucht mein Körper eine Pause oder eher Bewegung?

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Tipp 2: Gesunde Ernährung und ausreichende Schlaf sind nicht optional

Eine bedarfsdeckende Ernährung sowie Schlaf sind Voraussetzung für Gesundheit und Energie. Beides scheint zwar im ersten Moment mit mehr Aufwand und Zeit in Verbindung zu stehen, doch das ist ein Trugschluss. Denn ausgeschlafen und vitalisiert gelingen dir Aufgaben auf der Arbeit und im Alltag viel besser. Fehlen dir beispielsweise B-Vitamine, dann ist deine Konzentrationsfähigkeit eingeschränkt. Somit benötigst du für die gleiche Arbeit mehr Zeit.

Lesetipp: Besser Schlafen

Tipp 3: Lerne dich zu schätzen und zu lieben

Deine Gesundheit ist nicht selbstverständlich. Tag für Tag arbeitet dein Immunsystem, dein Stoffwechsel und jede Zelle hart dafür. Höchste Zeit dafür dankbar zu sein und respektvoll mit deinem Körper umzugehen. Der nicht perfekt geformte kleine Zeh, die leicht abstehenden Ohren oder eine kleine Fettschicht an der falschen Stelle solltest du da doch verzeihen können. Schätzt du dich so, wie du bist, fällt es dir viel leichter, über vermeintliche Fehler hinwegzusehen. Hierzu kann es hilfreich sein, wenn du dir häufiger verdeutlichst, wie großartig dein Körper eigentlich ist. Selbstfürsorge inkludiert somit auch Liebe zu dir selbst.

Tipp 4: Nimm dir Zeit für dich

Frei verfügbare Zeit ist für viele schon fast ein Luxusgut. Doch genau diesen Luxus musst du dir gönnen. Denn du brauchst Zeit für dich, um alle deine anderen Rollen gut erfüllen zu können. Das muss nicht zwingend bedeuten, dass du allein sein musst. Du kannst auch bewusst Zeit für dich mit einer Freundin oder einem Freund verbringen. Wichtig dabei ist, dass du entspannen kannst. Einmal durchatmen, bevor dich die Bedürfnisse anderer wieder in Anspruch nehmen. Um diesen Freiraum zu haben, musst du gelegentlich auch mal Nein sagen können.

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Tipp 5: Ziele verdeutlichen

Was sind eigentlich deine Träume, Gedanken und Ziele für jetzt und das gesamte Leben? Wenn dir bewusst ist, was du erreichen möchtest, kannst du deine Ziele viel besser verfolgen und deine Ich-Zeit dafür effektiv nutzen. Ebenso kannst du dann auch aussortieren, was nicht dazu beiträgt. Ein Beispiel aus dem Alltag: Du hast erkannt, dass du zu wenig schläfst und dein Ziel ist es, mehr Energie für den Tag zu haben. Das Ende der Serie, die du sowieso nur schaust, um im Büro mitreden zu können, ist dann nicht mehr so wichtig. Stattdessen gehst du ganz selbstfürsorglich früher schlafen.

Fazit: Selbstfürsorge

Selbstfürsorge hat nichts mit Egoismus zu tun. Ganz im Gegenteil, sie führt dazu, dass du nicht ausgebrannt bist und dich daher auch ernsthaft um andere Menschen sorgen und kümmern kannst. Das bedeutet, die Verantwortung für dein Leben und dein Glück bewusst zu übernehmen, denn beides sollte von niemandem sonst abhängig sein. Achtsamkeit, Selbstliebe und Selbstbewusstsein stehen mit Selbstfürsorge eng in Verbindung.

Quellen:

  • https://online-psychology.net/selbstfursorge/
  • https://link.springer.com/article/10.1007/s11553-018-0650-5
  • https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0020748919302093?via%3Dihub
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